gedichte, die raum öffnen, berühren und nachklingen.

wo neues leben atmet
ich träume von bewegung mitten im lichtermeer, als würde irgendwo still ein anfang geboren. neues leben tastet sich in diese erde hinein, unsichtbar und doch spürbar in jedem morgen. ich sehe häuser voller wärme und licht, räume, in denen menschen einander guttun. ich drehe mich im kreis, lache, halte fest, was mir anvertraut ist, so zart und so wertvoll. ich atme ruhig und tief und schicke die nachtgedanken fort. mein herz klopft manchmal lauter, doch ich bleibe und höre ihm zu. ich gehe meinen weg schritt für schritt, folge einer leisen inneren stimme. es gibt keinen plan, keine schilder, keinen nordstern, nur dieses wissen: weitergehen genügt. manchmal kommen tränen über alte wunden in mir. dann lege ich die hand auf mein herz und spüre: liebe ist geblieben. alles beginnt zu fliessen, vergangenheit löst langsam ihren griff. abschiede und begrüssungen werden weich und machen platz für neues leben.